Madagaskar ist weltweit bekannt als Anbauland feinster Kakaobohnen. Im Nordwesten der Insel, im Sambirano-Tal, liegt der Ursprung für die Schokolade von Malagasy. Sein ideales Klima und seine fruchtbaren Böden sind optimal für den Anbau von Criollo-, Trinitario- und Forastero-Kakaobohnen.
Für Malagasy haben sich hier ca. 800 Kakaobauern in einer Kooperative vereint, welche eine teilweise schon biologisch zertifizierte Fläche von etwa 6000 ha bewirtschaften. Palisander-, Ylang-Ylang- und Mangobäume bieten hier den bis zu 20 Jahre alten Kakaobäumen einen optimalen Schutz vor der tropischen Sonne. Die Bauern verkaufen die frisch geernteten Kakaobohnen an die Familie Ramanadraibe, die schon seit vier Generationen mit der Kakaoverarbeitung und der Schokoladenherstellung vertraut ist. Sie sorgt in geeigneten Zentren im Sambirano-Tal dafür, dass die Kakaobohnen schonend fermentiert und langsam an der Sonne getrocknet werden.
Anschließend werden die Kakaobohnen auf die Hochebene Madagaskars transportiert, wo für die Schokoladenproduktion geeignetere klimatische Verhältnisse herrschen. Hier werden sie bei niedrigen Temperaturen geröstet. Die anschließend entstehende Kakaomasse wird lediglich mit Rohrzucker, reiner Kakaobutter und Sojalecithin vermengt und anschließend bis zu 72 Stunden conchiert. Hierdurch entstehen sehr säurearme und milde Schokoladen, die bereits mehrfach ausgezeichnet worden sind.
Die Schokolade von Malagasy ist ein „Equitrade“-Produkt. Das bedeutet, dass die gesamte Wertschöpfungskette von der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade im Anbauland der Kakaobohne stattfindet.
„Equitrade“ steht für den internationalen Handel zwischen reichen und armen Ländern - Industrie- und Entwicklungsstaaten als gleichberechtigte Partner. Produktentwicklung und -veredelung findet im Land aus dort vorhandenen Rohstoffen statt. Der dadurch erzielte Gewinn ist ein Schritt aus dem Weg der Armut heraus. Erhöhtes Steueraufkommen kann in Gesundheitsfürsorge und Ausbildung der Menschen im Land fließen - ein weiterer wichtiger Schritt gegen Ausbeutung armer Länder. Dass dies umweltschonend geschieht, ist erklärtes Ziel von „Equitrade“.